Wenn Eink?ufer zum ersten Mal eine Fabrik betreten, haben sie oft nur einen halben bis einen ganzen Tag Zeit vor Ort. Die Gastgeber pr?sentieren sich von ihrer besten Seite – der Musterraum ist blitzblank geputzt, im Besprechungsraum steht Obst bereit, und die Produktionshalle wurde im Vorfeld gereinigt. Das tats?chliche Managementniveau der Fabrik verbirgt sich jedoch in den Details, für deren ”Inszenierung” keine Zeit bleibt. Dieser Artikel gliedert sich nachWerkskontrolleWir analysieren die tats?chlichen Arbeitsabl?ufe und beleuchten die 10 Details vor Ort, die am deutlichsten Aufschluss über die tats?chlichen Verh?ltnisse in der Fabrik geben. Zu jedem Detail werden sowohl positive als auch negative Anzeichen aufgezeigt, damit Sie vor der Auftragserteilung eine fundierte Entscheidung treffen k?nnen.
Zun?chst eine Vorbemerkung: Um zu beurteilen, ob eine Fabrik zuverl?ssig ist, reicht es nicht aus, dass ein einzelner Punkt die ”Anforderungen erfüllt”, sondern es kommt auf die übereinstimmenden Anhaltspunkte aus mehreren Details an. In einer Fabrik mit wirklich ordnungsgem??em Management herrscht in den Bereichen Brandschutz, Ausrüstung, Qualit?tskontrolle, Lager und Personal ein einheitliches Gefühl der Ordnung; im Gegensatz dazu weisen problematische Fabriken oft gleichzeitig Schwachstellen in mehreren Details auf. Die folgenden 10 Details sind entsprechend dem Weg durch die Fabrik angeordnet – vom Werkstor über die Produktionshallen, das Lager und den Bürobereich bis hin zur Dokumentation.
1. Fluchtwege und Notausg?nge
Der Brandschutz ist einer der wenigen Punkte bei Werksinspektionen, für die es verbindliche nationale Normen gibt und die sich nicht vorübergehend vort?uschen lassen. Gem?? den Anforderungen der ?Brandschutzvorschriften für die Geb?udeplanung“ (GB 50016) und der ?Allgemeinen Brandschutzvorschriften für Geb?ude“ (GB 55037) darf die lichte Breite von Fluchtwegen und Fluchttreppen in Fabrikhallen nicht weniger als 1,1 Meter betragen, die lichte Breite der Notausgangstüren nicht weniger als 0,9 Meter betragen, die lichte H?he der Fluchtwege nicht unter 2,1 Meter liegen und in den allermeisten Produktionsst?tten mindestens zwei verteilt angeordnete Notausg?nge vorhanden sein müssen (wobei der horizontale Abstand zwischen den n?chsten Kanten benachbarter Ausg?nge mindestens 5 Meter betragen muss).
Vor Ort ist nicht zu prüfen, ob ”ein Durchgang vorhanden ist”, sondern ob dieser tats?chlich frei begehbar ist: Gibt es dort gestapelte Waren, geparkte Elektrofahrzeuge, sind die Durchg?nge verschlossen oder durch Schwellen versperrt? Befinden sich über den Notausg?ngen Hinweisschilder mit Notbeleuchtung, die ordnungsgem?? mit Strom versorgt sind? Befinden sich die Brandschutztüren im vorgeschriebenen Zustand (st?ndig geschlossen bzw. st?ndig ge?ffnet)? Feuerl?scher müssen gem?? der ?Norm für die Abnahme und überprüfung der Ausstattung mit Feuerl?schern in Geb?uden“ (GB 50444-2008) einmal monatlich überprüft und die Ergebnisse protokolliert werden – wenn man die am Feuerl?scher angebrachte Prüfkarte aufschl?gt und die letzte Unterschrift bereits ein halbes Jahr zurückliegt, deutet dies darauf hin, dass die Sicherheitsbegehungen nur pro forma durchgeführt werden.
Best?tigungssignal:Die Durchg?nge sind frei von Ablagerungen, die Hinweisschilder sind mit Strom versorgt, die Feuerl?scher-Prüfkarten werden monatlich fortlaufend unterschrieben, und die Notausg?nge lassen sich nach au?en ?ffnen und sind nicht verschlossen.
Risikosignale:Durch G?nge, die mit Waren verstopft sind, Feuerl?scher, deren Zeiger au?erhalb des grünen Bereichs liegen, fehlende Kontrollkarten, verschlossene Ausg?nge oder herumliegende Gegenst?nde – jeder dieser Punkte deutet auf M?ngel im t?glichen Sicherheitsmanagement hin, und genau an diesen Stellen kommt es am ehesten zu Unf?llen, wenn unter Termindruck gearbeitet wird.
2. Aufzeichnungen zur Wartung und Kalibrierung der Ger?te
Die Anlagen dürfen zwar alt sein, aber sie dürfen nicht ”unbeaufsichtigt” betrieben werden. Gehen Sie zu den wichtigen Produktionsanlagen und achten Sie auf drei Dinge: Ist am Geh?use eine Inspektionskarte angebracht? Werden die Inspektionsprotokolle t?glich bzw. w?chentlich lückenlos ausgefüllt? Verfügen pr?zisionskritische Anlagen (z. B. Schneidemaschinen, Temperaturregelungen von Spritzgussmaschinen, Prüfger?te) über Kalibrieraufkleber, deren Gültigkeitsdauer noch nicht abgelaufen ist?
Die Fabrik wurde aufgefordert, das Anlagenverzeichnis und den Wartungsplan vorzulegen; die Seriennummern von 2–3 zuf?llig ausgew?hlten Anlagen wurden zur überprüfung abgeglichen. In ordnungsgem?? geführten Fabriken verfügt jede wichtige Anlage über eine eindeutige Inventarnummer, einen Wartungszyklus und einen Verantwortlichen; in problematischen Fabriken k?nnen oft nicht einmal die Bestandslisten vorgelegt werden, oder die in den Bestandslisten aufgeführten Anlagennummern stimmen nicht mit denen vor Ort überein – was in der Regel bedeutet, dass die Anlagen nur vorübergehend herbeigeschafft wurden, um den Anschein zu erwecken, dass alles in Ordnung ist.
Best?tigungssignal:Die Inspektionsprotokolle sind lückenlos, die Kalibrierungsetiketten sind noch gültig, und die Bestandsliste stimmt eins zu eins mit den tats?chlichen Best?nden überein.
Risikosignale:Die Inspektionskarten sind leer oder wurden erst am Tag der Inspektion ausgefüllt (Handschrift und Tintenf?rbung stimmen überein), die Kalibrierung der Messger?te ist abgelaufen, und die Ger?te tragen keine Seriennummern.

3. Bereich für die Wareneingangskontrolle
Die Ursache für Qualit?tsprobleme beim 70% und darüber liegt in den Rohstoffen. Prüfen Sie, ob das Werk über einen separaten Bereich für die Wareneingangskontrolle (IQC) verfügt, ob es nach Materialkategorien unterteilte Bereiche für zu prüfende, einwandfreie und fehlerhafte Materialien gibt und ob die Materialien in den Regalen mit Statusetiketten (Bezeichnung, Charge, Prüfstatus, Datum) versehen sind.
Stellen Sie gezielt folgende Frage: Wie wurde mit der letzten Lieferung nicht konformer Materialien verfahren? Verlangen Sie die Vorlage der entsprechenden Wareneingangsprüfberichte und der Verwertungsbelege für nicht konforme Produkte. Wenn das Werk angibt: ”Unsere Lieferanten sind sehr zuverl?ssig, es treten so gut wie keine Probleme auf”, aber keine Aufzeichnungen über nicht konforme Produkte vorlegen kann, sollten Sie besonders wachsam sein – das Fehlen von Aufzeichnungen über zurückgehaltene Ware deutet entweder darauf hin, dass die Prüfung nur zum Schein durchgeführt wird oder dass nicht konforme Produkte direkt in die Produktion freigegeben werden.
Best?tigungssignal:Es gibt einen separaten IQC-Bereich, die Statuskennzeichnung ist eindeutig, und es k?nnen lückenlose Aufzeichnungen über die tats?chliche Bearbeitung von fehlerhaften Produkten vorgelegt werden.
Risikosignale:Das angelieferte Material wird direkt in den G?ngen der Werkstatt gestapelt, es gibt keine Statuskennzeichnung, und auf die Frage ”Wo sind die Ausschusswaren geblieben?” kann niemand eine Antwort geben.
4. Erststückprüfung in der Fertigungslinie
Begeben Sie sich zum Anfang der Produktionslinie und prüfen Sie, ob Anzeichen für die Durchführung der Erststückprüfung (FAI) vorhanden sind: Wird das Erststück jeder Schicht bzw. nach jedem Modell- oder Werkzeugwechsel erst nach Best?tigung und Unterschrift durch den Prüfer in die Serienproduktion überführt? Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen ”Prozesskontrolle” und ”Endkontrolle” – auf Produktionslinien ohne Erststückprüfung entstehen bei Abweichungen der Parameter ganze Chargen von Ausschuss.
Beachten Sie dabei die Arbeitsanweisungen (SOP): Sind an den Schlüsselarbeitspl?tzen illustrierte Arbeitsanweisungen ausgeh?ngt, ist die Versionsnummer kontrolliert (mit einem Kontrollstempel versehen) und stimmen die tats?chlichen Arbeitsabl?ufe der Mitarbeiter mit den Anweisungen überein? W?hlen Sie einen beliebigen Arbeitsplatz aus, bitten Sie einen Mitarbeiter, die wichtigsten Arbeitsschritte zu erl?utern, und vergleichen Sie diese anschlie?end mit den Anweisungen, um zu prüfen, ob sie übereinstimmen.
Best?tigungssignal:Die erste Charge ist vollst?ndig dokumentiert, die SOP wird eingehalten und von den Mitarbeitern befolgt, und für fehlerhafte Produkte gibt es rote Isolierboxen bzw. -bereiche.
Risikosignale:Es gibt keine Aufzeichnungen über das Erststück, die SOP ist eine brandneue, laminierte Version (offensichtlich gerade erst angebracht), und es besteht eine Diskrepanz zwischen der tats?chlichen Arbeitsweise der Mitarbeiter und den Unterlagen.
5. Verbleib von Halbfertigprodukten und Ausschuss
Fabriken mit mangelhaftem Management weisen ein gemeinsames Merkmal auf: Es gibt keinen klar festgelegten Bestimmungsort für Ausschussware. Begeben Sie sich in eine Ecke der Fertigungshalle und prüfen Sie, ob es einen abgegrenzten Bereich für Ausschussware gibt, ob die Produkte in diesem Bereich gekennzeichnet sind (Art des Mangels, Prozess, in dem der Mangel festgestellt wurde, Datum) und ob die Menge mit den Qualit?tsaufzeichnungen übereinstimmt.
Ein praktischer Tipp: Vergleichen Sie die Anzahl der Ausschussstücke in den Inspektionsprotokollen mit der tats?chlichen Anzahl im Isolationsbereich. Wenn die Aufzeichnungen zeigen, dass in diesem Monat 200 fehlerhafte Teile verzeichnet wurden, der Isolationsbereich jedoch leer ist, muss gekl?rt werden, wo diese Teile geblieben sind – wurden sie nachbearbeitet (es muss ein Nachbearbeitungsprotokoll vorliegen) oder wurden sie heimlich unter die einwandfreien Teile gemischt und ausgeliefert? Letzteres würde bedeuten, dass auch Ihre Bestellung m?glicherweise auf dieselbe Weise ”bearbeitet” wurde.
6. Lagerverwaltung
Das Lager ist der Ort, an dem sich die ”innere St?rke” eines Werks am deutlichsten zeigt. Achten Sie auf vier Punkte: Sind die Materialien nach Bereichen und Kategorien sortiert in den Regalen gelagert (und nicht auf dem Boden gestapelt)? Verfügt jedes Material über ein Etikett (Bezeichnung/Spezifikation/Charge/Menge/Lagerplatz)? Wird das First-in-First-out-Prinzip (FIFO) angewendet (überprüfen Sie die Reihenfolge der Einlagerungsdaten der Materialien in den Regalen)? Werden Gefahrstoffe und normale Materialien getrennt gelagert?
W?hlen Sie zwei Materialien nach dem Zufallsprinzip aus und lassen Sie sich vom Lagerverwalter den Buchbestand nennen; führen Sie anschlie?end vor Ort eine Z?hlung zur überprüfung durch. In Fabriken mit einer hohen übereinstimmungsrate zwischen Buchbestand und Istbestand ist der Materialfluss in der gesamten Lieferkette kontrollierbar, und es ist unwahrscheinlich, dass die für Ihre Bestellung bestimmten Materialien zweckentfremdet oder in zu geringer Menge ausgeliefert werden; in Fabriken, in denen Buchbestand und Istbestand nicht übereinstimmen und die Erkl?rungen des Lagerverwalters vage sind, sind die Zusagen hinsichtlich Lieferterminen und Mengen mit Vorsicht zu betrachten.
7. Umgang mit Chemikalien und gef?hrlichen Abf?llen
In Betrieben, in denen Verfahren wie Spritzlackieren, Drucken, Galvanisieren und Reinigen zum Einsatz kommen, muss die Verwaltung von Chemikalien und gef?hrlichen Abf?llen unbedingt überprüft werden. Gef?hrliche Chemikalien sind in speziellen Lagern oder Lagerr?umen unterzubringen und von dafür zust?ndigem Personal zu verwalten (Verordnung Nr. 591 des Staatsrats über die sichere Verwaltung gef?hrlicher Chemikalien); Lagereinrichtungen für gef?hrliche Abf?lle müssen den ?Standards zur Kontrolle der Umweltverschmutzung bei der Lagerung gef?hrlicher Abf?lle“ (GB 18597-2023, in Kraft getreten am 1. Juli 2023) entsprechen, über ordnungsgem??e Lagerbereiche, Ma?nahmen zur Dichtheit sowie Kennzeichnungen verfügen und die Begleitscheine für den Transport gef?hrlicher Abf?lle aufbewahren.
Vor-Ort-Prüfung: Sind in der Werkstatt Farbbeh?lter oder Verdünner ungesichert abgestellt? Sind im Raum für gef?hrliche Abf?lle Kennzeichnungen und Bestandslisten vorhanden? Sind die Begleitscheine lückenlos? Umweltverst??e sind für Eink?ufer nicht ”nur eine Angelegenheit des jeweiligen Werks” – sobald eine Produktionsunterbrechung zur Behebung der M?ngel angeordnet wird, hat dies direkte Auswirkungen auf die Liefertermine Ihrer Auftr?ge; bei Exportauftr?gen nach Europa und in die USA k?nnen Sie zudem von Kunden wegen Umweltverst??en in der Lieferkette zur Verantwortung gezogen werden.
8. Die Situation der Arbeiter und die Interviews
Die Mitarbeiter sind der authentischste Ausdruck des Managementsystems einer Fabrik. Achten Sie auf drei Details: Tragen die Mitarbeiter die vorgeschriebene Arbeitsschutzausrüstung (Maske/Ohrst?psel/Schutzbrille, und zwar ”im Einsatz” und nicht an der Wand h?ngend)? Befinden sich private Trinkbecher und h?ufig benutzte Gegenst?nde am Arbeitsplatz (was auf die Stabilit?t des Personals hindeutet)? Setzen die Mitarbeiter ihre Arbeit ganz natürlich fort, wenn sie Sie sehen, oder schauen sie nerv?s in die Richtung der Führungskr?fte?
Im Rahmen einer offiziellen Werksprüfung finden vertrauliche Mitarbeiterbefragungen statt (die Prüfer w?hlen nach dem Zufallsprinzip Arbeiter für Einzelgespr?che aus, wobei die Führungskr?fte nicht anwesend sind), um zu überprüfen, ob Arbeitsvertr?ge, Anwesenheitslisten und Lohnzahlungen übereinstimmen, ob Ausweisdokumente einbehalten werden und ob überstunden freiwillig geleistet werden. Selbst wenn Sie die Werksinspektion selbst durchführen, k?nnen Sie beim Rundgang durch die Werkhalle ganz beil?ufig fragen: ”Ist gerade viel los? Gibt es viele überstunden?” – Die Antwort an sich ist nicht wichtig, entscheidend ist vielmehr die Reaktion der Mitarbeiter darauf.
9. Ecken des Werksgel?ndes und ”Nicht-Ausstellungsbereiche”
Die Besichtigungstour umfasst in der Regel nur den Musterraum und die Hauptwerkstatt. Bieten Sie von sich aus an, drei ”nicht für Besichtigungen vorgesehene Bereiche” zu besichtigen: die Mitarbeiterunterkünfte, die Kantine und die Sanit?ranlagen. Diese drei Bereiche zeigen, in welchem Umfang das Werk in ”unwichtige Dinge” investiert, und spiegeln genau das tats?chliche Managementniveau wider – bei einem Werk, das nicht einmal bereit ist, in die Grundbedürfnisse der Arbeiter zu investieren, ist es kaum vorstellbar, dass es von sich aus zus?tzliche Kosten für die Qualit?t Ihrer Auftr?ge aufbringen wird.
Aus Compliance-Sicht geh?ren diese Aspekte auch zu den festen Prüfpunkten bei Sozialaudits wie BSCI und Sedex (SMETA): Für die Wohnfl?che pro Person in den Unterkünften, Brandschutz und Fluchtwege, die Hygienezulassung der Kantinen sowie die Anzahl der Trinkwasseranschlüsse und Toiletten gelten klare Vorgaben. Die Ergebnisse dieser Audits werden in die Stufen A bis E eingeteilt (Berichte der Stufen A und B sind in der Regel zwei Jahre lang gültig und stellen für die meisten europ?ischen Abnehmer die Mindestanforderung dar). Wenn Ihr Zielmarkt solche Berichte verlangt, ist der vor Ort vorgefundene Zustand ein Vorabbild des Auditergebnisses.
10. Dokumentation und Systemzertifikate
Als letzten Schritt kehren Sie in den Konferenzraum zurück, um die Dokumente zu überprüfen. Bei Systemzertifikaten (z. B. ISO 9001) sind zwei überprüfungsschritte erforderlich: Zun?chst überprüfen Sie das Zertifikat selbst (ausstellende Stelle, Geltungsbereich, Gültigkeitsdauer, ob die Adresse des abgedeckten Werks mit der vor Ort übereinstimmt); zweitens muss die Echtheit auf der offiziellen Plattform überprüft werden – melden Sie sich bei der ”Nationalen ?ffentlichen Serviceplattform für Zertifizierungs- und Akkreditierungsinformationen” (betrieben von der Staatlichen Marktüberwachungs- und Verwaltungsbeh?rde, Website: cx.cnca.cn) an und geben Sie die Zertifikatsnummer oder den Firmennamen ein, um den Status des Zertifikats abzufragen. Zertifikate, die nicht auffindbar sind, gelten als nicht vorhanden.
Wichtiger als das Zertifikat sind die Betriebsaufzeichnungen: Man w?hlt stichprobenartig Aufzeichnungen der internen Audits, der Managementbewertungen und der Bearbeitung von Kundenbeschwerden aus den letzten drei Monaten aus und prüft, ob die Probleme vollst?ndig abgearbeitet wurden (Feststellung → Ma?nahmen → überprüfung). Ein System, das zwar über ein Zertifikat, aber keine Betriebsaufzeichnungen verfügt, wird in der Branche als ”zwei getrennte Welten” bezeichnet und wird bei Audits mit Sicherheit aufgedeckt.

Schnellübersicht mit 10 Vergleichspunkten
| # | Prüfpunkte | Freigabesignal | Risikosignale | Grundlage/Standard |
| 1 | Feuerwehrzufahrten und Notausg?nge | Die Durchg?nge sind frei, die Beschilderung ist beleuchtet, die monatlichen Feuerl?scherprüfungen werden regelm??ig durchgeführt | Stapeln, Verriegeln, überprüfung auf Blockaden | GB 50016 / GB 55037 / GB 50444 |
| 2 | Ger?tewartung und Kalibrierung | Regelm??ige Inspektionen, fristgerechte Kalibrierungen, übereinstimmung von Buchbestand und Ist-Bestand | Nachtr?gliche Eintr?ge, abgelaufene Kalibrierung, keine Nummer | Richtlinien zur Anlagenverwaltung / ISO 9001, Abschnitt 7.1.5 |
| 3 | Eingangsqualit?tskontrolle (IQC) | Separater Prüfbereich, Statusanzeige, geschlossener Regelkreis für fehlerhafte Teile | Keine Quarant?nezone, keine Aufzeichnungen über abgefangene Sendungen | ISO 9001, Abschnitte 8.4/8.6 |
| 4 | Erstmusterprüfung und SOP | Unterschrift zur Best?tigung des ersten Exemplars, kontrollierte SOP, Mitarbeiter befolgen die Anweisungen | Fehlende Erstregistrierung, ”Disparit?t zwischen Dokumentation und Realit?t” | ISO 9001, Abschnitt 8.5.1 |
| 5 | Verbleib der fehlerhaften Produkte | Isolationsbereich + Kennzeichnung + Aufzeichnungen stimmen überein | Die Aufzeichnungen stimmen nicht mit den tats?chlichen Best?nden überein, der Verbleib ist unklar | ISO 9001, Abschnitt 8.7 |
| 6 | Lagerverwaltung | Lagerung in Fachbereichen, Beschriftungskarten, FIFO, übereinstimmung von Buchbestand und tats?chlichem Bestand | Unordentliche Lagerung, fehlende Kennzeichnung, Abweichungen zwischen Buchbestand und tats?chlichem Bestand | Richtlinien für die Lagerverwaltung |
| 7 | Chemikalien und gef?hrliche Abf?lle | Lagerung in speziellen Lagern, Verzeichnis für gef?hrliche Abf?lle + Begleitscheine für den Transport | In der Werkstatt lose gelagert, ohne Begleitschein | GB 18597-2023 / Verordnung über die Verwaltung gef?hrlicher Chemikalien |
| 8 | Situation der Arbeiter und Interviews | Arbeitsschutzausrüstung wird verwendet, Zustand ist unauff?llig, übereinstimmende Angaben im Gespr?ch | Arbeitsschutzausrüstung h?ngt an der Wand, die Mitarbeiter wirken angespannt und wenden den Blick ab | BSCI-/SMETA-Audit-Anforderungen |
| 9 | Wohnheim / Mensa / Sanit?ranlagen | Einhaltung der Hygienestandards, Konformit?t der Fluchtwege | Unordentlich und überfüllt, Besichtigung nicht m?glich | BSCI / SMETA: 13 Leistungsbereiche |
| 10 | Systemzertifikate und Aufzeichnungen | Auf der offiziellen Website einsehbar, lückenlose Aufzeichnung des Betriebsverlaufs | Dieses Zertifikat wurde nicht gefunden; es liegt ein Zertifikat vor, aber keine Eintragung | cx.cnca.cn – Offizielle Abfrageplattform |
H?ufig gestellte Fragen (FAQ)
Werksaudit undInspektion von WarenWas ist der Unterschied?
Werksaudit (Fabrik-Audit) Bei der Bewertung wird die Gesamtleistung der Fabrik beurteilt – Qualifikationen, Ausstattung, Qualit?tsmanagementsystem und soziale Verantwortung –, um die Frage zu beantworten: ”Ist eine Zusammenarbeit mit dieser Fabrik m?glich?” Die Warenprüfung (Produktprüfung) bezieht sich hingegen auf die Produktqualit?t einer bestimmten Auftragscharge und dient der Beantwortung der Frage: ”Kann diese Charge angenommen werden?” Bei einer erstmaligen Zusammenarbeit empfiehlt es sich, zun?chst eine Werksprüfung durchzuführen und erst danach eine Bestellung aufzugeben; im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit sollten die Produkte chargenweise geprüft werden. Beide Verfahren erg?nzen sich und sind nicht gegenseitig ersetzbar.
Die Werksinspektion selbst durchführen oder jemanden damit beauftragenWerksinspektion durch DritteWas ist der Unterschied?
Eine eigene Werksprüfung ist zwar kostengünstig, jedoch besteht die Gefahr, dass man sich von der gastgebenden Seite beeinflussen l?sst, und es fehlen Vergleichsstandards sowie quantifizierte Aufzeichnungen; bei einer Prüfung durch eine unabh?ngige Stelle werden die Anforderungen gem?? Systemen wie ISO 9001 oder BSCI Punkt für Punkt überprüft, wobei Stichproben entnommen, Aufzeichnungen angefertigt und Schlussfolgerungen gezogen werden. Der Bericht kann als Grundlage für Beschaffungsentscheidungen und sp?tere Regressansprüche dienen. Bei einer erstmaligen Zusammenarbeit oder bei Gro?auftr?gen wird die Hinzuziehung einer unabh?ngigen Stelle empfohlen.
Wie lange im Voraus muss die Fabrik in der Regel über eine Werksinspektion informiert werden?
Angekündigte Audits (3–7 Tage im Voraus) eignen sich für regul?re Audits im Rahmen einer bestehenden Zusammenarbeit; unangekündigte Audits (ohne Vorankündigung oder mit einer Vorankündigung von weniger als 24 Stunden) geben einen besseren Einblick in den tats?chlichen Betriebsalltag des Werks. Systeme wie BSCI erlauben es Mitgliedern, Audits mit teilweiser Ankündigung (mit Angabe eines Zeitfensters) oder v?llig unangekündigt durchzuführen. Bei zweifelhaften Lieferanten wird empfohlen, unangekündigte oder teilweise angekündigte Audits durchzuführen.
Ben?tigen Sie ein professionelles Team, das Ihnen bei der Werksprüfung hilft?
Inspektion OnlineSeit 2006 bieten wir Dienstleistungen im Bereich der Warenprüfung durch Dritte und Werksaudits an. über 2.000 Auditoren decken ganz China sowie Südostasien ab und führen vor Ort Lieferantenbesichtigungen, Qualit?tsaudits und Sozialaudits gem?? Standards wie ISO 9001, BSCI und Sedex durch. Dabei erstellen sie Auditberichte in chinesischer und englischer Sprache, die Fotos vor Ort sowie Empfehlungen für Korrekturma?nahmen enthalten.
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